Tesslin-River und Yukon

Das war uns schon von Anfang an klar. Diese Reise beschließen wir mit einer Kanutour im Yukon. Vor 6 Jahren sind wir schon den Big Salamon River runtergefahren und von dieser genialen Tour träumten wir noch lange.

Weil wir diesmal nur alleine waren, daß heißt, wir hatten nur ein Kanu, suchten wir uns den Tesslin-River aus. Ein ruhiger Wildfluß ohne Schwierigkeiten, der in 6 Tagen gefahren werden kann, aber für den wir uns 14 Tage Zeit nehmen wollten. 

Unsere Tour. Von Johnsons-Crossing nach Carmacks

Eine Kanufahrt in Kanada ist immer ein Highlight. Auf unserer Panamerikana-Tour füllten wir uns nie so der Natur verbunden wie hier. Die Ruhe des Flusses, die Abgeschiedenheit, die latenten Gefahren auf der einen Seite, die grandiose Wildnis auf der anderen Seite. Latente Gefahr, weil die wahrscheinlichste Möglichkeit hier ums Leben zu kommen das ertrinken ist. Nicht daß es so furchtbar weit zum Ufer ist aber das Wasser hat meistens nur 4-5 Grad und es bleiben einem nur wenige Minuten, sich in Sicherheit zu bringen. Dann sind da noch die Bären. Man hört zwar nur selten von Bärangriffen, doch wenn man Nachts im Zelt liegt, beruhigt das einen nur bedingt. Fast überall an den Ufern finden sich Spuren von Schwarzbären und Grizzlies, so kann man nur hoffen, daß die sich schon satt gegessen haben.

Yukon-River

Für Tinka war die Kanutour auch richtig Urlaub. Lässig die Futtersäcke bewachent, konnte sie die Nase in den Wind drehen. So manches Mal witterte Sie was, und wir konnten nur ahnen, was da am Ufer lauerte.

Unser Pilot

 

Der Koch

Gleich am zweiten Tag auf dem Tesslin trafen wir ein Jägerpaar, welches sich gerade einen Elch geschossen hatte. Sie gaben uns spontan 2-3 Kilo Fleisch mit, so wurde unser ohnehin schon reichhaltiger Proviant noch um viele Proteine bereichert.

Hinter der Einmündung des Big Salomon Rivers in den Yukon trafen wir auf Nils. Er kam alleine den Big Salomon heruntergepaddelt. Wir verstanden uns auf Anhieb und fortan fuhren wir gemeinsam und veranstalteten einen Pfannkuch-Kochwettbewerb.

Mahlzeit

 

Nach 2 Wochen verbrachten wir die letzte Nacht unsere Tour auf einer Insel. Es gab tolle Polarlichter und Nils machte tolle Bilder. Wir lagen lecker im Schlafsack und schauten mit einem Auge auf das Geflimmer über uns.

Foto von Nils Bohn mit Selbstauslöser

Nils machte ein Jahr später eine Expedition auf dem Yukon. Seine Homepage findet sich unter http://www.nils.bohn.site.ms

Für uns war die Kanutour zu Ende. Am 16. September 2001 kamen wir zurück in die Zivilisation und gehörten eher zu den letzteren die von Ereignissen in der Welt gehört haben.

Letzter Morgen

In Whitehorse kümmerten wir uns um den Rücktransport unserer Motorräder und am 25. September 2001 landeten wir wieder in Frankfurt. Unsere 18-monatige Panamerikana-Tour war zu

ENDE