Reisen mit Hund

Papiere Wichtigstes Dokument ist der Impfausweis mit eingetragener gültiger Tollwutimpfung. Das ist die einzige Impfung die explizit kontrolliert wird. Bei Einreise mit dem Flugzeug zusätzlich ein Gesundheitszeugnis bevorzugt bestätigt durch die Botschaft des Landes.
Gesundheit In der Regel ist ein in Deutschland geimpfter Hund gegen alle weltweit auftretenden Hundekrankheiten gefeit. Allerdings wird insbesondere in tropischen Regionen vor Herzwürmern gewarnt. Eine Prophylaxe ist hier zu empfehlen.

Wir hatten ein Medikament dabei, welches bei Vergiftungen wirkt, bzw. den Hund sofort Erbrechen lässt. Tinka hat sich in Alaska tatsächlich eine Vergiftung zugezogen. Martina konnte so Tinka das lLeben retten. Bei großen Hunden ist auch die Gefahr einer Magendrehung sehr real. Also bedenken, daß der nächste Tierarzt meistens nicht rechtzeitig erreichbar ist. Es gibt Möglichkeiten, diese Gefahr zumindest zu mindern. Zu diesen Themen am besten mit dem Tierarzt reden.

Flugkosten und Transport Generell ist es kein Problem einen Hund mitfliegen zu lassen. Allerdings kann es teuer werden. Fluglinien haben jeweils eigene Preise für den "Pet-Transport". Entweder wird das Volumenkilo berrechnet (pro Kilo 1 % der First-Class-Tarifes) oder es gibt spezielle Tarife. Am günstigsten ist der Transport mit einer Amerikanischen Airline. Diese berechnen pro Flug ca. 50 Dollar egal wie groß der Hund ist. Tinka flog von Frankfurt nach Chicago, Miami, Quito für 110 Dollar (zzgl. Box). Der Rückflug mit American Airlines von Los Angeles via New York kostete 100 Dollar.

Tinkas Transport mit der Pet Air GmbH, Frankfurt und Lufthansa Cargo einfach nach Buenos Aires kostete 2000 DM (inkl. Box).

Der Rückflug von Quito nach Frankfurt via Bogota kostete mit Avianca 500 Dollar (zzgl. Box)

Also, wer mit Hund auf den amerikanischen Kontinent fliegt, sollte zuerst bei American Airlines anfragen.  American Airlines nimmt in den Sommermonaten keine Tiere mit (wegen Hitzegefahr auf den Flugfeldern).

Hund im Flugzeug Der Flug ist für den Hund sehr strapaziös und nur bei längerem Aufenthalt zu empfehlen. Auf jeden Fall sollte der Hund mit dem normalen Gepäck aufgegeben werden, weil dann der Aufenthalt in der Box minimiert wird. Den Hund als Cargo zu versenden bringt nur zusätzliche Probleme mit dem Zoll mit sich. So geht man bei Ankunft nur durch die Gepäck- und Zollkontrolle, zeigt die Papiere und das war's.

Wir gaben Tinka jedes mal ein leichtes Beruhigungsmittel. Wichtig ist, den Hund vor dem Abflug richtig auszuführen und ihm so viel trinken zu lassen wie möglich. Essen allerdings einen Tag vorher nichts oder nur sehr wenig, weil die Gefahr des Erbrechens und des Erstickens besteht.

Tinka hat relativ starke Nerven und hat alle Flüge unbeschadet überstanden. Für einen Hund der sich schon im Auto unwohl fühlt, dürfte so ein Flug möglicherweise traumatisch sein.

Für kleine Hunde bis ca. 7 Kilo bestehen gute Chancen, dass man sie in die Kabine mitnehmen kann.

Hund auf Reisen In Südamerika ist das Reisen mit Hund absolut problemlos. Nur in größeren Städten kann es schwierig werden ein Hotel zu finden. Auf dem Lande konnte Tinka in jedes Restaurant oder Hotel mit hinein.

Zentralamerika ist ähnlich aber ab Mexiko werden die Hotels immer ablehnender. 

In den USA wird es eher ungemütlich. Keine Restaurants, keine Hotels, keine Trails und viele Regeln (z.B. oft keine Hunde am Strand). Kanada ist schon wieder etwas entspannter. Hunde sind auf Trails erlaubt aber an der Leine.

Die Menschen waren uns und Tinka immer freundlich gesonnen und so manche Freundschaft konnte geschlossen werden, die ohne Tinka gar nicht zustande gekommen wäre.

Hundefutter Fast im jeden Ort gibt es tatsächlich Hundefutter (Trockenfutter oder in Dosen) zu kaufen. Sollte es das mal nicht geben; Fleisch und Reis taten es auch und das gibt es wirklich überall.
Grenzübergänge Kein Grenzübergang war problematisch. Nur Chile möchte ein Gesundheitszeugnis sehen, was von der Agriculturbehörde des ausreisenden Landes bestätigt worden ist.

Panama scheint größere Probleme zu machen. Wir flogen mit Tinka von Quito (Ecuador) nach Panama. Die Gesundheitsbehörde wollte Tinka eine Woche in Quarantäne nehmen, was nach geduldigem und  resolutem Verhandeln aber verworfen wurde. Auch bei der Landeinreise von Costa-Rica aus soll es Probleme geben, Hartnäckigkeit siegt aber in der Regel.

Ansonsten waren alle Grenzen bis einschließlich USA völlig problemlos.

Tinka bei den Mam in Todos Santos, Guatemala
Gute Tipps gibt es auch auf: www.hundeurlaub.de