Ecuador

Ecuador überraschte uns. Nach dem kargem Peru waren wir wieder inmitten üppigen Grüns. Wir nähern uns sichtbar dem Äquator. Auch in 3000 Metern Höhe gibt es noch Wald und grüne Wiesen.

Über Loja, Cuenca und Riobamba erreichen wir Quito. Nun gilt es ein gutes Plätzchen für die Motorräder zu finden und den Heimflug zu organisieren. Unsere Rückflugtickets mit Britisch Airways haben wir zwar schon in der Tasche aber mit Tinka über London erscheint uns wegen der unklaren Quarantänebestimmungen in England zu unsicher. Also kaufen wir ein Ticket bei der Columbianischen Avianca und ich fliege zusammen mit Tinka über Bogota und Caracas direkt nach Frankfurt. Martina fliegt als "Sicherung" einen Tag später mit BA.

Zurück in Deutschland sehen wir zu, daß wir genug "Dineros" zusammenkratzen um im April 2000 zurückzukehren und unsere Reise fortzusetzen.

Der Flug von Frankfurt nach Quito war für uns aber vor allem für Tinka eine echte Tortur. Wie wir in der Zwischenzeit erfahren hatten, fliegen Hunde mit American Airlines für nur 100 Dollar mit. Allerdings gehen dann naturgemäß die Flüge über die USA. Also erst nach Chicago (11 Stunden) dann 4 Stunden Wartezeit. Dann nach Miami (4 Stunden). 23 Stunden Wartezeit. Und zuletzt nach Quito (5 Stunden). Tinka durfte zwar immer raus aus der Kiste aber war dann doch in Quito total erledigt und kotzte erstmal so richtig ins Hotelzimmer. Martina rutschte auch noch in der Dusche aus, traf dabei irgendwie einen wichtigen Nerv an der Schulter und hatte eine Woche einen schlaffen Arm den wir in Banos auskurieren mussten.

Recht spektaktulär ist die Fahrt vom 3000 Meter hohen Quito an die Küste. Aber vor allem wollten wir ans Meer ein wenig Wärme tanken.
Abfahrt ins Tiefland an die Küste nach Crusida
In Crusida lockt das warme Wasser des Pazifiks und es ist die Paragliderhochburg von Ecuador. 
Tinka war nicht ganz begeistert davon, daß Herrchen so ganz alleine in die Luft ging
Die Küste von Ecuador sollte uns einen Einblick davon geben, was uns in Zentralamerika erwartet. Heiß und schwül und wenns regnet, dann richtig..
Zurück Richtung Quito. Wir versuchten zwar durch den Regen zu fahren aber wir mussten die Regenkombis unten öffnen, damit das Wasser rauslaufen konnte
In Quito erwartete uns eine freudige Überraschung. Wir trafen Chrisopher aus der Schweiz wieder, den wir zuletzt vor einem Jahr in Chile sahen. Dort war er noch mit dem Fahrrad unterwegs. In Ecuador hat er sich ein Motorrad gekauft und will den Rest bis Alaska motorisiert zurücklegen.
Christopher mir DR 650. Er hat das Ding gleich in "Chancho"="Schwein" umgetauft.

Schließlich mußten wir uns dem Transport der Motorräder nach Panama widmen, doch dies war komplizierter als erwartet und so hatten wir Gelegenheit uns 4 Wochen in Quito aufzuhalten.

Quito - Millionenstadt in 3000 Metern Höhe

 

Quito, die Stadt des ewigen Frühlings aber leider mehr April als Mai. Jeden Abend Regen und etwas zu kalt. Aber die Lage auf 3000 Metern Höhe ist unerreichbar. Wolkenstimmungen und eine klare Sicht, die für eine solch große Stadt einfach abartig sind.

An der Plaza de San Francisco in der Altstadt Quitos.

Eine der Besonderheiten Quitos ist der mitten in der Stadt gelegene Flughafen. Für uns war das gut, so konnten wir relativ einfach alle Agenturen abklappern. Nach hartnäckigem suchen hatten wir bei KLM Glück. Für 1000 US-Dollar wurden die Motorräder über Curasao in der Karibik nach Panama geflogen.

Quitos Flughafen
Es gab ein ziemliches Hickhack über den Transport. Mit Kiste, nur Plattform, nur Kilo oder Volumenkilo. Irgendwie einigten wir uns auf Volumemkilo und Plattform. Also hieß es, die Mopeds so klein wie möglich zu zerlegen. Das geschah direkt neben der Startbahn so kam gleich das richtige "Flugfeeling" auf.

Im Hintergrund hebt gerade ein 4-strahliger Airbus der Iberia zu Ihrem Nonstop-Flug nach Madrid ab.

Auch wir sitzen wenige Tage später in einer Maschine der Copa-Airlines nach Panama. Südamerika, Adios. Zentralamerika, wir kommen!

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