Lima bis Pucallpa

In Abancay sprachen wir für ein paar Minuten mit Carlos aus Lima, der mit seiner Africa-Twin auf dem Weg nach Cusco war. Er gab uns seine Adresse in Lima, wo wir wohnen könnten. Zusammen mit Klaus, den wir später in Pisco trafen machten wir auf dem Weg nach Lima wo wir das Angebot von Carlos wahrnahmen. Carlos wohnt mit seiner Familie auf einem riesigem Grundstück auf dem wir problemlos unsere Zelte aufschlagen konnten.
lima.jpg (27597 Byte) Klaus im Garden von Carlos. Er ist auf seiner Elephant schon seit 12 Monaten unterwegs: Nordafrika - Südostasien - Australien - Südamerika.

Klaus fuhr von Lima weiter nach Huaraz. Wir trafen in Lima Petra und Norbert wieder, die wir schon aus Bolivien kannten und ließen uns für Pucallpa, im Amazonasbecken, begeistern.

So gings wieder mal über die hohen Pässe in die Anden.

 schneepass.jpg (14873 Byte) Während wir am Vortag noch am Strand lümmelten, froren wir uns jetzt auf 4800 Metern die Finger ab.

Der kaputte Kardan

Mein Gespann lief auf der Höhe nicht mehr besonders, irgendwie war der Motorlauf unrund. Ich ging erstmal von Feuchtigkeit im Vergaser aus. Kurz vor Huanuco hielt ich an. Irgendwie waren die Vibrationen doch arg. Beim wiederanfahren war die Geräuschkulisse richtig nett. Aus der Gegend Kardan-Getriebe schepperte es, was das Zeug hielt. Zwar konnte ich noch fahren, doch sicherheitshalber zog mich Martina die nächsten 15 KM nach Huanuco. Dort baute ich die Schwinge aus und die Brocken fielen mir schon entgegen.

kardan1.jpg (10316 Byte)kardan2.jpg (12668 Byte) Das zerbrochene Kreuzgelenk des Kardans

Geschwind rief ich Markus an, DEM Experten für kniffelige Überseetransaktionen. 3 Tage später lag das Teil in Lima beim Zoll. 2 Weitere Tage kostete es mich, das Paket dort rauszukriegen. Ein Tag ging dafür drauf, das im Computer beim Zoll 22 Kilo Gewicht stand und nicht 2 Kilo wie auf den Frachtpapieren. Seit dem 15. September 99 hat der Computer immer recht! Nach einigen Morddrohungen und nicht jugendfreien Ausdrücken in einer dem peruanischem Zoll unbekannten Sprache, gepaart mit der richtigen Lautstärke, kam dann am nächsten Tag doch Bewegung in die Sache und EINE Minute vor Dienstschluß konnte ich den Kardan aus dem Lager holen.

Nach Pucallpa

Um die Wartezeit auf den Kardan zu überbrücken, stiegen wir zum ersten Mal auf dieser Reise in den Bus um. Tinka war kein Problem, Hauptsache der Bus wird voll. So fuhren wir erst nach Tingo Maria, das schon im Amazonasbecken liegt und dann im langsamsten Bus von Peru nach Pucallpa.

Vorher stieg noch ein Arzt ein und verpasste jedem, der nicht gegen Gelbfieber geimpft war, an Ort und Stelle eine Injektion.

bus.jpg (10940 Byte)imbus.jpg (9170 Byte) Auf dem Weg nach Pucallpa, die Fahrt von Huanuco aus dauerte insgesamt 16 Stunden. Wovon Tinka die meiste Zeit nicht vom Schoss weichen wollte
In Pucallpa trafen wir wieder auf Petra und Norbert. Zusammen unternahmen wir Ausflüge auf dem Rio Ucayali und seinen Kanälen zu den Indianerdörfern der Schipibos.
imboot.jpg (25586 Byte) Mit dem Peque Peque auf dem Rio Ucayalli.
Endlich mal echte Indianer. Allerdings schon lange missioniert und im Baströckchen laufen Sie auch nicht mehr rum. Dafür sahen wir aus wie echte Touristen.
beiindianer.jpg (27071 Byte) Indianerdorf Santa Lucia. Im Topf gabs gerade Fischkopfsuppe.
Auf einer Lagune hielten wir Ausschau nach Piranhas und Krokodillen. Die Krokodille hatten sich versteckt und Piranhas durften wir nicht angeln, weil Martina ihr Veto eingelegt hat.
lagune.jpg (23884 Byte) Martina, Tinka, Petra und Führer im Einbaum auf der Suche nach den Krokodilen
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