Belize

Belize ist ein kleines Land. Eingequetscht zwischen Mexiko und Guatemala fällt es auf keiner Landkarte so richtig auf. Umso erstaunlicher stellt man fest, das man hier Latinoland verlässt und ins englischsprachige Karibikflair eintaucht.

Die Hitze war wieder mal gewaltig, so daß wir uns gar nicht lange auf dem Festland aufhielten, sondern uns gleich auf die Karibikinsel Cay Caulker stürzten. Hörten wir doch von sagenhaften Tauchgründen und puderweissen Stränden.

So war es dann auch. Unsere Motorräder konnten wir bei einer deutschen Baufirma unterstellen und von Belize City aus mit dem Schnellboot zu den Cayes fahren.

Die Insel ist gerade mal 300 Meter breit und ca. 3 Km lang und flach wie ein Brett. Sollten die Meeresspiegel wirklich ansteigen, würde ich mir spontan doch einen anderen Ort aussuchen. Am besten ist aber das Riff direkt vor der Insel. Hier kann man super tauchen und eigentlich genauso gut schnorcheln. In der Shark-Ray-Allee kann man auf Tuchfühlung mit Haien und Rochen gehen.

Die Viecher werden hier angefüttert und deswegen herrscht hier immer ein recht großes Gedränge. Es sind zwar "nur" Ammenhaie, diese sind aber gut 2 Meter lang und wenn so ein Tierchen direkt auf dich zuschwimmt, hoffst man auch inständig, daß es schon genug Futter abbekommen hat.

Wir tauchten auch ein kleines Wrack ab und sichteten in sicherer Entfernung einen Riffhai. Als nun inzwischen "erfahrene" Taucher, wussten wir um die Wirkung der "Antikotztabletten" und so konnten wir frohgemut in die Kamera lächeln während unsere Kameraden mit dem Kopf über der Reeling hingen.

Nach 7 Tagen ging unsere Aufenthalt in Belize zu Ende. Nicht wegem dem Visa, sondern weil die Motorradversicherung nach einer Woche ablief. Schade eigentlich, es hätte doch noch einiges zu entdecken gegeben. Aber so fuhren wir weiter an der Karibikküste entlang nach Norden um zuerst die Provinz Yucatan in Mexiko zu erkunden.