Costa Rica

"Costa Rica"; schon der Name verspricht viel Gutes. Wir waren gespannt, wie wir die erste der berühmt-berüchtigten Grenzen in Zentralamerika hinter uns bringen. Nun, es gilt, stellt man sich auf das Schlimmste ein, kann es nur besser werden. Bei der Ausreise aus Panama hatten wir zwar einiges an Papierkram zu erledigen aber die Zöllner waren durchaus freundlich. Und auch die Einreise nach Costa Rica war zwar mit einigem Formalitäten verbunden und kostete so 50 Dollar aber nach ca. 3 Stunden hatten wir alles hinter uns.

 

Costa Rica ist vielseitig. Wir fuhren erst in die Berge nach San Vito um einen Botanischen Garden zu besuchen und dann wieder an die tropische Küste.

Obwohl wir "gestählt" waren vom südamerikanischen Dschungel, stellte diese Wasserdurchfahrt doch eine ziemliche Herausforderung dar. Da half nur Ausweichen in die Botanik.
Nach dieser Wasserdurchfahrt lief es richtig gut. Superstrasse entlang von Traumstränden, wunderschöne Natur, wäre da Martina nicht gewesen, die mir mitteilte: "Die Kupplung lässt sich nicht mehr ziehen". Was ich Ihr naturgemäß nicht glaubte. Aber da half kein jammern, wo sie recht, hat sie recht.

Kurz vor Jaco am Pazifik nahmen wir uns der Sache an und fingen an, das Moped zu zerlegen. Es war die "Kupplungsausdrückstange". Da hatte der Kolben gefressen und die Stange so im Getriebekanal verkeilt, dass trotz Schwingenausbaus und Motorlockerung, das Getriebe nicht auszubauen war. Erst nachdem ich 3 mal Martinas Hinweis: "Bau doch den Batteriekasten aus" erfolgreich ignoriert hatte aber beim 4ten mal nachgab, konnte tatsächlich das Getriebe rausgenommen werden. Woher wusste sie das???



Spaß bei 32 Grad und ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit. Nach 3 Stunden hatten wir die Kupplungsausrückstange in der Hand.

Normalerweise hat man einen Motorschaden in der übelsten Gegend und zum übelsten Zeitpunkt. Aber Jaco erwies sich als genialer Ort um eine lockere Woche "Beachtime" einzulegen.

Die Pazifikbrandung ist optimal zum surfen aber zum schwimmen recht gefährlich. Alleine in der Woche wo wir in Jaco waren, gab es 3 Ertrunkene ob der gefährlich Brandung und Strömung
Aber wozu hatten wir den einen Pool?

Nach einer guten Woche und einigem Improvisationen (beim örtlichen Fahrradhändler konnte das kaputte Drucklager repariert werden) ging die Tour weitergehen.

Über die Hauptstadt San Jose und den berühmtberüchtigten Vulkan "Arenal" fuhren nach Monteverde. Monteverde liegt auf ca. 1500 Metern Höhe, ist angenehm frisch und bietet dem Höhenangstfreiem die Möglichkeit, sich per Stahlseil durch den tropischen "Nebelwald" zu schwingen. So rasten wir von Talseite zu Talseite z.T. 500 Meter lang und 300 Meter hoch durch die Berge.

Dschungelerkundung für Schnelle
Bucht bei Montezuma, Halbinsel Nicoya, Nord-West Costa-Rica

Aber alles in allem, ist Costa Rica zwar ein schönes Land aber ganz schön "erschlossen". Wer das Abenteuer sucht, sollte nicht unbedingt hierher kommen. Mal sehen was Nicaragua so bietet