Honduras

Das Erste, was wir von Honduras wahrnahmen, war ein Rudel Geier. Gerade fuhren um eine Kurve, sahen wir eine überfahrene Katze, schon stürzten sich die Geier darauf. Fasziniert, sahen wir zu, wie in wenigen Minuten das tote Tier restlos verschwand.

Eine unerwartete Schwierigkeit tauchte auch noch auf, als wir nach den richtigem Weg zur Hauptstadt Honduras fragen mussten. Erst der wiederholte Blick auf die Karte und dann der erfolglose Versuch, den Namen wenigstens für 2 Sekunden im Kopf zu behalten: "Los sientos, buscamos el camino al Tecumpimpo". Natürlich gab es darauf keine vernünftige Antwort. Heißt doch die Hauptstadt: "Tegucigalpa". Nun, wir fanden den Weg auch so um gleich innerhalb von 2 Tagen das Land komplett zu durchqueren.

Mahlzeit

Wir landeten aber diesmal nicht an der nächsten Grenze, sondern an der Karibik. Galt es doch, die Verabredung mit Doro einzuhalten, die nach Ihrem Studienaufenthalt in den USA uns ein wenig entgegenkam und sich die Karibikinsel Utilla als Treffpunkt ausgesucht hatte.

Mäßig begeistert ließen wir unsere Motorräder in La Ceiba zurück und fuhren mit der Fähre nach Utilla. Es sollte ein Highlight unser Mittelamerika Etappe werden.

Utilla

Doro fanden wir schon bei einem Cuba Libre oder ähnliches vor und wir fanden schnell heraus, was dass Hauptthema auf Utilla ist: Tauchen

Man kann quasi nicht nach Utilla kommen ohne seinen Tauchschein zu machen. Nirgendwo ist er billiger. 125 Dollar komplett und dafür schläft man noch in dem Hotel der Tauchschule umsonst.

Martina, Lieven und Doro

Martina und ich buchten uns also für den "Padi open water" ein. Martin war unser Tauchlehrer und nach einiger Theorie und Gerätekunde ging es dann schon los.

Martina mit Martin, hier mit Fischlexikon, damit wir den Hai auch erkennen der uns fressen will

Unbeschreiblich. Man schnallt sich die Sauerstoffflasche mit Tauchautomat um und gleitet hinab in eine bis dahin völlig unbekannte Welt. Kommt Fischen und Pflanzen in einer neuen Art nahe, ja man ist quasi Teil von dieser Unterwasserwelt. 


Beim Tauchgang

 

Moräne, direkt am Bootsanleger

So wurden es 10 Tage auf dieser schönen Insel. Utilla selber hatte allerdings schwer zu leiden unter dem Hurrikan Mitch der im Oktober 1998 hier wütete. Reihenweise wurden die Strandpalmen in Meer geblasen. Wobei auch der Strand weggeweht wurde um an anderer Stelle neu zu entstehen. Besonders schwer getroffen wurde die Nachbarinsel Guanaja, die quasi aussah, wie nach einem Atombombenangriff und Hunderte von Toten zu beklagen hatte.

Mitch, der Berserker

Bei uns zeigte sich das Wetter aber von der besten Seite und mit ordentlichem Sonnenbrand und schwerem Herzen bestiegen wir wieder die Fähre zum Festland.

 

Fähre, zurück nach La Ceiba

Auf unserem Weg Richtung Guatemala besuchten wir noch die Copan Ruinas. Das war gut, nach soviel Fun, musste ja auch wieder ein wenig Kultur her und außerdem, wurde uns hier klar: Maya Land wir kommen.

 

Copan Ruinas mit Opferstein an der Grenze zu Guatemala

Auch das fällt auf, wenn man sich zwangsläufig mit Honduras auf der Karte beschäftigt. Die Karibik liegt nicht an der Ostseite sondern im Norden. Und das Land hat die Form eines Atompilzes.