Panama

Die Reise nach Panama war eher von der anstrengenden Sorte. Morgens um 5 Uhr raus. Hoffen das das Taxi vor dem Hotel in Quito steht. Tinkas Transportbox ins Auto geklemmt, ab in den Flieger, hoffen das Tinka auch im Flieger ist, Zwischenlandung in Guayaquil, hoffen das Tinka nicht ausgeladen wird, Weiterflug nach Panama, warten an der Gepäckausgabe und wieder hoffen das Tinka ebenfalls aus der Gepäckschleuse kommt. Dann sind wir wieder komplett. Nur der Zoll zickt etwas rum aber 50 Dollar später sind wir uns auch da einig. Ab zum Cargo-Center und schauen ob die Mopeds auch da sind. Tatsächlich. Vor 2 Stunden angekommen. Jetzt müssen die Dinger nur noch zusammengebaut werden. Also ab in die Stadt, neue Batterie kaufen. Die alte durfte nicht mitfliegen (Martinas ging bei uns im Gepäck mit). Bei feuchten 35 Grad waren dann bei Dunkelheit unsere fahrbaren Untersätze wieder fahrbereit und durch den Zoll. Jetzt nur noch ab ins Hotel und schlafen. Aber auch das war mühsam, das einzige Hotel welches uns mit Hund nehmen wollte hatte keinen sicheren Parkplatz. Egal, wir räumten alles aus und dann endlich in die Falle.

Wir hatten die Rechnung allerdings ohne die Panama-City-Gangster gemacht. Die klauten dann doch in der Nacht das wertvollste ungesicherte Stück im Gespann: Die Batterie! Am nächsten morgen ging ich dann laut fluchend die zweite Batterie zu 50 US-Dollar innerhalb von 24 Stunden kaufen.

 

Was wir zuerst lernen mußten, war, daß wir nicht nach Norden fahren sondern nach Westen und z.T. sogar nach Südwest. Auf der Weltkarte sieht das immer so aus, als ob es immer stetig nach Norden geht. 

Und irgendwie hat man auch das Gefühl, daß man erst "nördlich" vom Panamakanal Südamerika verlassen hat.

Eindeutig: Wir sind in Panama
Die letzte Schleuse bevor es in den Pazifik geht

Das nächste Bild ist nicht von uns aber trotzdem ganz hübsch :-))

Dann gibt es noch Geschichten zum Kanal:

http://www.bluewater.de/panama-alptraum.htm
http://home.balcab.ch/friedlia/panamericana/panamakanal.html

Wir sind froh als wir Panama-City verlassen können und zu wissen; Jetzt geht es über Land bis ans Nordmeer. Geniales Gefühl wieder auf der Panamerikana unterwegs zu sein und sich die tropische Luft um die Nase wehen zu lassen.

Ca. 200 KM westlich vom Kanal finden wir einen tollen Strand vor und können wieder unser Zelt aufschlagen. Das Problem war, es kühlte in der Nacht überhaupt nicht ab und die Mücken standen Schlange am Moskitonetz des Zelteinganges. Schlussendlich hielt ich es im Zelt nicht mehr aus. Es war einfach zu warm. Draußen legte ich mich unter das Bambusdach in der Hoffnung das die leichte Brise vom Meer die Mücken verjagen würde, doch die waren hartnäckiger. Ziemlich zerknirscht brachten wir die Nacht hinter uns und fanden, das zelten bei diesen klimatischen Bedingungen einfach nicht angesagt ist. Oh kühles Altiplano Boliviens, was war es doch so schön auf Dir!!!

Wir blieben nur 5 Tage in Panama, doch alles in allem ist es ein sehr schönes Land. Supertropisch, relaxte Menschen, Traumstrände, doch warum fahren alle nach Costa-Rica?